111 Jahre Harzer Tourismusverband

27. März 2015

Zum „Jubiläumsjahr“ hatte der Harzer Tourismusverband (HTV) die Presse heute nach Bad Lauterberg geladen. Um auf seine 111jährige Tradition aufmerksam zu machen, stellte der Verband auf dem Hausberg in 420 Metern Höhe das besondere Programm für dieses Jahr vor. Für einige Journalisten war es das erste Mal, dass sie „die steilste Seilbahn des Harzes“ hinauf zum Hausberg nutzten.

In seiner Begrüßung erinnerte Bürgermeister Dr. Thomas Gans daran, dass der damalige Harzer Verkehrsverband (HVV) in Bad Lauterberg gegründet wurde – zwar nicht auf dem Hausberg, sondern damals im nicht mehr existierenden Hotel Langrehr. Der Ort Bad Lauterberg sei schon damals „politisch gewählt“ worden, denn obwohl der Ort bereits „eine wichtige Tourismusdestination“ gewesen sei, so dass man von der Stadt als “Wernigerode des Südharzes“ sprach. Aber die Vertreter der Stadt waren nicht sonderlich geneigt, sich dem neuen Verband anzuschließen, der für den Harz „Propaganda“ machen wollte. Um die Vertreter der Stadt zu überreden, verlegte der Initiator, der Herzogliche Badekommissar Ernst Dommes, die Gründung des Verbandes in die Kneippstadt. So kam es, dass Bad Lauterberg zu den 25 Gründungsmitglieder des Tourismusverbandes gehörte.

Erster Kreisrat im Kreis Osterode, Gero Geißlreiter, kündigte an, dass auch nach der Fusion der Landkreise Osterode und Göttingen der dann neue Landkreis Mitglied des HTV werde, um weiter die Harzer Belange zu wahren.

Nachdem Martin Skiebe, Vorsitzender des Harzer Tourismusverbandes, die 111jährige Geschichte Revue passieren lassen hatte, stellte Geschäftsführerin Carola Schmidt die besonderen Veranstaltungen für dieses Jahr vor. So wird es ein Hexensymbol „Hexe am Stil“ geben, mit dem man sich vor einer Harzer Sehenswürdigkeit fotografieren kann und das Foto auf die Internetseite des Harzer Tourismusverbandes hochladen kann. Wöchentlich wird ein Siegerfoto ermittelt, das mit einem Preis prämiert wird. Am Ende soll es dann ein Gewinnerbild geben. Der Preis: Ein Familienwochenende in einem Hotel in Tanne. Die Aktion soll im Juli starten.

Weitere „Propaganda“ sollen Harzer und Gäste ab dem 20. April in sozialen Netzwerken machen, indem sie Tipps geben, was man bei einem Wochenend-Urlaub im Harz unbedingt gesehen haben muss. Es werden einige Punkte zur Auswahl dargestellt, die man anklicken kann. Jeder kann aber nur einmal stimmen. Carola Schmidt: „Das kann ein für uns ganz überraschendes Ergebnis ergeben!“

In ihrem weiteren Bericht legte sie dar, dass 2014 die Übernachtungszahlen leicht um 1 Prozent gestiegen sind. Angesichts des sehr schlechten Wintersportwetters Anfang 2014 sei das zufriedenstellend. Erfreut zeigte sie sich, dass im vergangenen Jahr die Zahl der niederländischen Gäste wieder um sieben Prozent zugenommen habe.

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