Aus Schule soll Sport-Kindertagesstätte werden
02. März 2016
Die Idee, die Kindertagesstätte Aue nach Barbis zu verlegen, sei nicht neu. Das sagte Bürgermeister Dr. Thomas Gans in der jüngsten Ratssitzung. Die Vorteile lägen auf der Hand. In Barbis gebe es ein ebenerdiges Gebäude, das man gerne für die Stadt erhalten möchte. Die dazugehörige Turnhalle eröffne zudem sportliche Möglichkeiten für die Kinder.
Das jetzige Gebäude des Aue-Kindergartens sei durch das Alter nicht mehr zeitgemäß. Die KiTa habe zwei Etagen, Krippenkinder müssten von den Erzieherinnen die Treppe hinauf- und hinuntergetragen werden. Das sei kein Dauerzustand. Es sei immer wieder in das Gebäude investiert worden, aber das ändere nichts daran, dass der Investitionsstau hoch sei. „Ich bin schon in den Kindergarten gegangen, meine Mutter ist auch schon in den Kindergarten gegangen“, sagte er. Und schon seit vielen Jahren habe man nach einem neuen Standort in der Aue gesucht. Dass das nun Barbis sei, verbinde sich mit den Glück, dass die Verlegung gefördert werde.
Auch könne man die Turnhalle der bisherigen Grundschule in Barbis erhalten. „Welcher Kindergarten kann schon von sich behaupten, eine eigene Turnhalle zu haben?“, fragte Gans. Auch in die andere Kindertagesstätte in Barbis sei kürzlich mit städtischem Geld investiert worden. Die Kinder könnten wie bisher die Turnhalle mitbenutzen.
Den Umzug der KiTa Aue sieht Thomas Gans als eine Verlegung in ein besseres Gebäude, die von der Belegschaft initiiert worden sei. Auch die Eltern seien befragt worden und hätten nach anfänglichen Bedenken nun zugestimmt. Vor allem, als das Gerücht aus der Welt war, dass mit der Verlegung des Aue-Kindergartens die Schließung aller anderer KiTas verbunden sei. „Das ist Unsinn, und das haben viele auch verstanden.“ Der Transport der Kinder nach Barbis müsse noch geregelt werden.
Wenn die Grundschule im Sommer aus dem Gebäude ausgezogen ist, will die Stadt für Eltern eine Möglichkeit geben, die Räume einmal selbst zu besichtigen. „Es wäre doch schön, wenn aus dem schon jetzt bestehenden Bewegungskindergarten eine Sport-Kindertagesstätte werden könnte“, überlegte der Bürgermeister laut. Für die gesamte Stadt sei die Verlegung der Aue-KiTa nach Barbis die beste Lösung – auch für die Kinder, ist er sich sicher.
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