Ein Besuch bei den Flüchtlingen im Stadthaus

24. November 2015

Zusammen mit Karl Heinz Hausmann (MdL) hat Thomas Gans gestern die Flüchtlinge im Stadthaus besucht. Diese treffen sich hier jeden Montagnachmittag zum Austausch. Diesmal hatten die Frauen aus den Reihen der Flüchtlinge den Kuchen zum Kaffee gebacken. Ein ungezwungenes Treffen für jung und alt, um Neuigkeiten auszutauschen und um Gleichgesinnte zu treffen. Beiden Politikern ging es darum, einfach einmal bei den Flüchtlingen zu sein, die Atmosphäre aufzunehmen und vor allem auch den ehrenamtlichen Helfern zu signalisieren: Wir loben euch nicht nur pauschal für eure Arbeit, wir kommen auch, um es uns persönlich anzusehen. Es ging also auch um die Wertschätzung der enormen Arbeit der Ehrenamtlichen.

So sprachen sie auch viel mit Janka Eckardt, einer der „Motoren“ der Flüchtlingshilfe beim Kinderschutzbund. Hier im Stadthaus findet Sprachunterricht statt, hier treffen sich die Flüchtlinge, gehen in die Kleiderkammer und kaufen hier das Nötigste zum symbolischen Preis. Hier treffen sich aber auch die Paten, die den Flüchtlingen helfen, die ersten Schritte in der für sie völlig neuen Gesellschaft zu gehen. Und das ist selbst für die Paten nicht immer ganz einfach, müssen sie doch nicht nur die Stadt kennen, sondern auch die Verwaltung und selbst etwas Sozialrecht. Hier im Stadthaus haben auch sie Ansprechpartner, wenn sie selbst Fragen haben.

Ein buntes Treiben. Gerade am vergangenen Sonnabend war hier ein „Tag der offenen Tür“ gewesen, bei dem sich interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Arbeit des Kinderschutzbundes allgemein, aber auch speziell mit den Flüchtlingen informieren konnten. Im Vorfeld hatten die Flüchtlinge das Haus geputzt und „besucherfein“ gemacht. „Wer gesehen hat, wie die Männer Staub gesaugt und die Fenster geputzt haben, der hat ein völlig neues Bild von den Flüchtlingen bekommen“, berichtet Janka Eckardt. Alle seien höchst engagiert gewesen - auch als Zeichen der Dankbarkeit an die deutschen Helfer.

Thomas Gans versprach, einen Internetanschluss ins Stadthaus legen zu lassen mit WLAN-Router, damit die Flüchtlinge im Stadthaus kostenlos surfen können. „Nur muss sichergestellt sein, dass sie nicht nach Syrien telefonieren. Das können wir nicht bezahlen“, sagte er. Aber übers Internet etwa zu skypen oder über „Whats-App“ Kontakt zu Freunden aufzunehmen, sollte kein Problem sein. Gleichzeitig versprach er, einen alten Rechner und einen ausrangierten Router persönlich zu spenden, die er noch zuhause hat.

Etwas unsicher wirkten die beiden Besucher mit dem roten Schal, als es darum ging, mit den Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen. Können die uns überhaupt verstehen? Mit ein wenig Übung und Mut von beiden Seiten ging es dann aber doch. Schnell begriffen einigen Flüchtlinge am Tisch, dass „der Chef von Bad Lauterberg und ein Parlamentarier“ zu Besuch waren.

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