Ein Familienzentrum für Bad Lauterberg

29. März 2019

Bad Lauterberg bekommt ein Familienzentrum. Einziehen wird die Einrichtung in das Gebäude der ehemaligen Lutterbergschule in der Bahnhofstraße. Dort stehen dem Träger „Manyways – Wege durchs Leben“ vier Räume zur Verfügung: ein Büro, ein Besprechungsraum, ein Multifunktionsraum und eine Küche, berichtete Marcus Sonalla, pädagogischer Leiter der Trägergesellschaft. Die Räume müssen allerdings noch hergerichtet werden, so dass das Familienzentrum erst im Januar oder Februar nächsten Jahres eröffnet wird.

Seit 2012 fördert der Landkreis Göttingen den Auf- und Ausbau von Familienzentren mit dem Ziel, Eltern wohnortnah und bedarfsgerecht in ihrer Erziehungs- und Lebenskompetenz zu stärken. Unter Familienzentren werden Einrichtungen verstanden, die niedrigschwellige Angebote zur Förderung von Kindern und Familien in unterschiedlichen Lebenslagen wohnortnah zur Verfügung stellen sowie für eine bessere Vernetzung vorhandener Angebote sorgen. Bis 2018 wurden zwölf Einrichtungen gefördert.

Bürgermeister Dr. Thomas Gans hatte sich sehr dafür eingesetzt, dass auch ein Familienzentrum in Bad Lauterberg eingerichtet wird. Er sprach Marcus Sonalla an und schlug ihm vor, sich als Träger beim Landkreis zu bewerben. Das tat dieser auch und bekam den Zuschlag. Der Landkreis beteiligt sich mit einem Zuschuss zu den Personalkosten von rund 60.000 Euro, wovon die Stadt Bad Lauterberg einen Eigenanteil von 3.900 Euro pro Jahr beisteuern muss.

„Wir sind für alles da, was Familien betrifft“, sagte Sonalla in einem Telefonat. Bei Beratungen für Familien sei Vertraulichkeit gesichert. „Wir sind kein verlängerter Arm des Jugendamtes“, stellte er klar. Zusammen mit Ratsuchenden wolle man sehen, welche Angebote man machen könne. Der private Jugendhilfeträger hat seinen Sitz seit 2012 in Osterode. Tätig sei er, so Sozialarbeiter Sonalla, in den Kreisen Göttingen, Goslar und Northeim als unterstützende Jugendhilfe. In Bad Lauterberg hat Manyways vor einiger Zeit ein pädagogischer Boxprojekt an der KGS, in dem es um Antiaggressionstraining ging.

Im künftigen Familienzentrum in der Lutterbergschule, in dem zwei angestellte Fachkräfte arbeiten werden, soll es niedrigschwellige Angebote geben wie Elternunterstützung, Erziehungsstärkung und „nette Angebote“ wie Kochkurse oder Nachhilfe für Schüler, die sich dieses nicht leisten können. Manyways will dazu auch Vereine mit ins Boot holen, so Sonalla.

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