Eine neue Sporthalle für die Grundschule
23. Juni 2015
Da ist Thomas Gans eine faustdicke Überraschung gelungen: Während die Mitglieder des Bau- und des Jugendausschusses gestern noch über den Sinn von Gruppenräumen neben den Klassenzimmern in der Schule sinnierten, über Aufsicht von Lehrern für Schüler und den Anbau einer Pausenhalle mit Mensa, stellte der Bürgermeister plötzlich neue Pläne vor. Auf dem hinteren Pausenhof soll zwischen der neuen Pausenhalle und der Mensa eine neue Sporthalle gebaut werden. Das Geld dafür soll aus dem Verkauf des Geländes der bisherigen Sporthallen in der Bahnhofstraße kommen. Der Discounter Lidl ist bereit, für den Grundstück so viel zu zahlen, dass damit die Sporthalle bezahlt werden kann.
Schon seit einiger Zeit ist der Bürgermeister mit Discountern im Gespräch. Eigentlich wollte er über das Grundstück der ehemaligen Lutterbergschule sprechen. Doch das war den Betreibern von Einkaufsmärkten zu klein. Und Lidl wollte gerne erweitern und das Grundstück der Turn- und Gymnastikhalle in der Bahnhofstraße haben. „Ich haben denen gesagt, dass sie das nur haben können, wenn sie mir eine neue Sporthalle für die Grundschule bauen.“
Dass Lidl auf dieses Angebot tatsächlich eingehen werde, habe er nicht geglaubt, so Thomas Gans. Doch seit einigen Tagen liegt die schriftliche Zusage des Betriebes vor. Und sofort wurde Architekt Thomas Petermann beauftragt, die Pläne für den Schulumbau zu erneuern und die Sporthalle mit einzuzeichnen. Ergebnis: Sie passt mit aufs Grundstück hinter der Schule. Der gesamte kleine Schulhof wird aber bebaut und das Gebäude der ehemaligen Kochschule, das der Betreuungsverein nutzt, muss weichen. Wenn die Grundschule Ganztagsschule wird, hat sich die jetzige Aufgabe des Betreuungsvereins ohnehin erledigt.
Lidl will seinen Standort in der Bahnhofstraße weiterentwickeln. So soll die Verkaufsfläche von derzeit knapp 800 Quadratmetern auf 1300 Quadratmeter erweitert werden. Auch zusätzliche Parkplätze sollen entstehen. Zwar will Lidl sein Sortment nach eigenem Bekunden nicht erweitern, sondern mehr Platz zum Präsentieren der Waren haben. In einerm Brief an die Stadt schreibt der Lebensmittelmarktbetreiber: "Aufgrund des alternden Filialbestandes und der Notwendigkeit, sich an aktuellen Gegebenheiten wie dmn demographischen Wandel, Klimawandel und das geänderte Einkuafsverhalten der Konsumenten anzupassen, sind die Modernisierung, energetische Optimierung und Erweiterung zeitgemäße Maßnahmen, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Nur so kann die Nahversorgung am Standort langfristig gesichert werden."
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