Erleichtert und erfreut über den Zukunftsvertrag

03. Dezember 2014

Erleichtert und erfreut zeigte sich Thomas Gans heute nach Unterzeichnung des Zukunftsvertrages mit dem Land Niedersachsen und dem Landkreis Osterode. „Wir können jetzt Vollzug melden. Jetzt können wir da nicht mehr raus.“ Seit 2011 hatte er als Antreiber immer wieder dafür plädiert, die Voraussetzungen zu schaffen, um einen Zukunftsvertrag mit dem Land schließen zu können, der mit einer Eigenentschuldung verbunden ist. Kredite in Höhe von 9,375 Millionen Euro wird das Land Niedersachsen zum Jahreswechsel von Bad Lauterberg übernehmen.

Schon bei der kleinen Feierstunde zur Unterzeichnung des Zukunftsvertrages im Ratssaal konnte man die Freude des Bürgermeisters spüren. „Heute ist ein besonderer Tag für unsere Stadt“, stellte er bei der Begrüßung fest. „Besonders freue ich mich natürlich darüber, dass Sie, Herr Minister Pistorius, lieber Boris, doch noch persönlich zu uns nach Bad Lauterberg gekommen sind.“ Denn eigentlich war vorgesehen, dass der Zukunftsvertrag in Hannover im Innenministerium unterzeichnet wird. Das Besondere an diesem Tag erläuterte Thomas Gans so: „Von der Chance, unsere Schulden zu großen Teilen loszuwerden, haben wir seit Jahren geträumt. Wir wollen nachfolgenden Generationen wieder Gestaltungsspielraum geben, anstatt ihnen einen stetig wachsenden Schuldenberg zu vererben. Und dieser Traum ist mit dem Zukunftsvertrag endlich in greifbare Nähe gerückt. Boris Pistorius brachte der Stadt Bad Lauterberg – dem Rat, den Bürgern und der Verwaltung – Respekt entgegen, dass sie die Voraussetzungen für den Zukunftsvertrag geschaffen haben. „Diskussionen laufen selten auf gerader Spur“, sagte er. Oft sei sie von „Fundamentalopposition“ begleitet. „Leicht ist es, einfach nein zu sagen, statt Alternativen und Kompromisse zu suchen. Ich weiß, wie schwer der Weg sein kann.“ Gestaltung sei aber mehr, als einfach nein zu sagen. Der Innenminister machte kein Hehl daraus, dass er eine Fusionsentschuldung für besser gehalten hätte. Wenn sich Bad Lauterberg mit Bad Sachsa und Walkenried zu einer Gemeinde zusammengeschlossen hätte, „wäre es eine bessere Lösung gewesen“, sagte er. Aber es müsse vor Ort eine Lösung gefunden werden, „die passt“. Thomas Gans sagte am Rande, dass es ja erste Gespräche mit Bad Sachsa gegeben habe, von dort aber von vorneherein eine ablehnenden Haltung zum Ausdruck gekommen sei. Am Schluss seiner Rede gab Pistorius Rat und Verwaltung noch mit auf den Weg: „Bleiben Sie so engagiert, wenn es um die Umsetzung geht!“ Er wünschte dabei "viel Erfolg".

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