Kurparksanierung erst später möglich?

20. April 2016

Die Nachricht an sich ist positiv: Bad Lauterberg bekommt voraussichtlich 100.000 Euro für einen neuen Minigolfplatz im Kurpark. Die Mittel kommen von der Europäischen Union und vom Land. Aus dem Kreis Osterode war Bad Lauterberg mit dem Antrag auch sehr schnell: es war der zweite Antrag für das Programm der LEADER-Region. Alle Unterlagen sind seit Februar beim Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig. „Wir haben unsere Hausaufgaben schnell gemacht“, sagte Bürgermeister Thomas Gans. Allein: Der Bescheid über die Förderung liegt noch nicht vor.

Anfang der Woche hatte die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der LEADER-Region zu einem Pressegespräch eingeladen, um die neue Regionalmanagerin beim Landkreis, Anne Schüler, vorzustellen. Geplant war von Frank Uhlenhaut als LAG-Vorsitzendem und dessen Stellvertreter Thomas Gans, auch die schon beschlossenen Projekte vorzustellen: Die Erforschung der Lichtensteinhöhle, die Neugestaltung des Heimatmuseums Zorge und die Errichtung einer neuen Minigolfanlage in Bad Lauterberg.

Doch es kam anders. Zwar konnte sich Regionalmanagerin Schüler vorstellen, von den Projekten war erst auf Nachfrage die Rede. Da wurde der Elan der lokalen Akteure jäh gebremst: Mit dem Bescheid über die Förderung kann die Stadt Bad Lauterberg frühestens im Herbst rechnen, sagte der Dezernatsleiter Strukturförderung beim Amt für regionale Landesentwicklung, Franz Brinkner. Das Amt setze andere Prioritäten. Zuerst würden alle Anträge bearbeitet, die noch in diesem Jahr umgesetzt werden müssen.

Diese Nachricht findet Thomas Gans bis heute „befremdlich“, zumal nicht einmal ein näherer Termin in Aussicht gestellt wurde. Es muss in der Sitzung vor dem Pressegespräch ziemlich heftig zur Sache gegangen sein, weil die LAG insgesamt sich nicht ernst genommen fühlte. „Es ging heiß her“, sagte einer der Teilnehmer. Und Thomas Gans kommentierte: Wir sind aus allen Wolken gefallen, als wir das hörten. Es gibt aus unserem Landkreis nur drei Anträge, die mit die ersten waren, die überhaupt gestellt wurden. In allen Gesprächen im Vorfeld der Antragstellung haben wir immer darauf hingewiesen, dass wir noch in diesem Sommer die Anlage fertigstellen wollen. Wir haben die Baugenehmigung, sämtliche Ausschreibungen sind vorbereitet. Und nie hat jemand auch nur eine Andeutung gemacht, dass das Amt mit der Bearbeitung der Anträge nicht nachkommt.“ Das Schlimme: Die Stadt darf die Arbeiten noch nicht einmal ausschreiben, bevor der Bescheid schriftlich vorliegt.

Auch die flapsige Bemerkung des Dezernatsleiters, wenn der Bescheid im Herbst komme habe man den Winter über Zeit für die Arbeiten, konnte den LAG-Vorstand nicht wirklich beruhigen. Man spürte förmlich, wie sich alle bemühten, freundlich zu bleiben, obwohl es in ihnen kochte.

Nun heißt es erst einmal tatenlos abzuwarten, bis das Amt für regionale Landesentwicklung tätig wird.

Doch ganz tatenlos will der Bürgermeister nicht bleiben. Die Umgestaltung des Kurparks soll mehr umfassen als die Minigolfanlage. Deshalb sollen nun zuerst neue Sitzbänke angeschafft und die Wege saniert werden. Auch sind bereits einige Bäume gefällt, die aus Altersgründen oder wegen Fäulnis umzustürzen drohten. Neue Bäume sind bereits gepflanzt worden, der Rasen ist ausgebessert.

Auch beim Kinderspielplatz könnte sich etwas tun, wenn die Stadt sehr viel Glück hat. Sie wird sich an der Aktion „Traumspielplatz für Kinder“ von Radio ffn beteiligen.

Dazu ein weiterer Bericht auf dieser Seite.

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