Lutterbergschule fällt an Stadt zurück

06. Februar 2014

Wenn die Lutterbergschule im Sommer ihren Schulbetrieb einstellt, fällt das Gebäude an die Stadt zurück. So sieht es ein Vertrag zwischen dem Landkreis Osterode und der Stadt Bad Lauterberg vor, der 1974 geschlossen wurde. Damals wurde die Schulstruktur im Kreis neu geregelt. Die Kommunen blieben Träger der Grundschulen, alle weiterführenden Schulen kamen in die Trägerschaft des Landkreises. Das betraf übrigens damals auch die KGS, die ursprünglich städtisch war.

Nach einem Hinweis des ehemaligen Ratsherrn und Kreistagsabgeordneten Lothar Leifheit holten Mitarbeiter der Stadtverwaltung den alten Vertrag aus dem Archiv. Darin ist geregelt, dass die Stadt Bad Lauterberg das Gebäude dem Landkreis für die Nutzung zu Schulzwecken („Unterbringung einer Kreismittelpunktsonderschule“) kostenlos zur Verfügung stellt. Der Landkreis hat sich zur kostenlosen Rückgabe der Grundstücke an die Stadt verpflichtet, wenn der Betrieb der Lutterbergschule eingestellt wird.

Ein möglicher Haken: Wenn noch Kredite auf dem Gebäude lasten, muss die Stadt diese auch übernehmen. Derzeit lässt die Stadt beim Landkreis prüfen, ob es finanzielle Lasten gibt, die die Stadt übernehmen müsste und wie hoch diese sind. Grundsätzlich hat die Stadt ihr Interesse an der Rücknahme des Gebäudes bekundet. Aber erst, wenn die rechtlichen Fragen geklärt sind, kann der Rat planen, wie man das Gebäude nutzen will.

Wie aus der Presse zu entnehmen war, will der Landkreis mit der Stadt über die Formalien noch einmal neu verhandeln. An die Stadt Bad Lauterberg ist der Landkreis Osterode aber diesbezüglich noch nicht herangetreten.

Eins ist aber auch klar: Die Turnhalle in der Bahnhofsstraße, die zur Lutterbergschule gehört und auch von der Grundschule am Hausberg genutzt wird, soll den Vereinen und vor allem der Grundschule weiter zur Verfügung stehen.

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