Schnelles Internet schon bis Weihnachten
21. Juni 2016
Während der Landkreis alles daran setzt, in den Jahren 2017 und 2018 flächendeckend ein schnelles Internet zu bekommen, ist Bad Lauterberg schon weiter. Heute stellte Bürgermeister Dr. Thomas Gans zusammen mit drei Vertretern der Telekom das Ausbauprogramm 2016 des Magenta-Unternehmens vor. Danach sollen die Haushalte in der gesamten Stadt einschließlich der Ortsteile bis Weihnachten mit schnellem Internet versorgt sein. Bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) will die Telekom zur Verfügung stellen.
Die Kosten für den Ausbau des Internets mit VDSL-Technik mit Vectoring trägt die Telekom. Das bedeutet, dass die Daten über ein Glasfasernetz geschickt werden. Nur “die letzte Meile“ besteht aus Kupferleitung. Um die systembedingte Störung und damit Dämpfung der Datengeschwindigkeit im Kupferkabel zu überwinden, wird die Vectortechnik eingesetzt. Auf die Schwingungen wird eine Gegenschwingung gebracht, so dass die Störung aufgehoben wird. So sind auch vom letzten Verteilerkasten bis zum Hausanschluss die hohen Datenraten möglich.
„Das Internet ist für Familien und Unternehmen heute unverzichtbar“, sagte Thomas Gans. „Nur die Kommune, die eine gute Infrastruktur besitzt, kann sich erfolgreich um die Ansiedlung von Familien und Unternehmen bemühen.“ Als Beispiel nannte er das Gewerbegebiet Bühwiesen in Barbis. Da hätten schon mehrere Interessenten abgewunken, als sie erfuhren, dass der Internetzugang dort nicht schnell ist.
Derzeit ist die Telekom bei der Feinplanung für den Ausbau. „Unser Ziel ist es, so viele Anschlüsse wie möglich mit VDSL-Geschwindigkeit zu versorgen, sagte Alexander Kruppa, Regionalmanager der Telekom. Wann das Breitbandnetz in welcher Straße ausgebaut wird, entscheidet sich am Ende der Feinplanung. Schon gestern im Rathaus gab es erste Abstimmungen. Denn in der Stadtverwaltung will man vermeiden, dass für die neuen Glasfaserkabel unnötig viele Straßen aufgegraben werden. So muss die Telekom für den Ausbau in Barbis wohl umplanen, denn niemand will, dass die jetzt reparierte Fahrbahn der Barbiser Straße für die Kabel wieder aufgerissen wird. Ähnlich ablehnend war die Haltung im Rathaus, das Pflaster der Hauptstraße hochzunehmen. „Da muss sich die Telekom Alternativen überlegen“, sagte Bürgermeister Gans.
In vielen Bereichen kann die Telekom auf Leerrohre in der Straße zurückgreifen, in die sie die neuen Kabel einblasen will. In anderen Bereichen wird man unter der Straße entlang für die Kabel bohren können. Insgesamt 21 Kilometer Glasfaser sollen ab August bis Weihnachten verlegt werden, davon 13,8 Kilometer in vorhandenen Rohrleitungen und 7,2 Kilometer im offenen Tiefbau. Zum Jahreswechsel sollte man in den Ortsteilen genauso schnell im Internet unterwegs sein können wie in der Kernstadt - oder auch in Großstädten wie Hamburg, wo die Technik auch gerade ausgebaut wird.
In die grauen Verteilerkästen wird eine neue Technik eingebaut, die auch in den kommenden Jahrzehnten genügen sollte. Zwar gibt es schon im Labor Versuche, mit 250 MBit/s Daten zu verschicken, aber das sei noch nicht serienreif, sagte Dieter Schulz, Vertriebsbeauftragter in Hamburg. Wolle man in Zukunft diese Technik einsetzen, brauche man nur die Platine in den Kästen auszuwechseln.
Thomas Gans sagte am Rande des Pressegesprächs, dass er davon überzeugt sei, dass die Pläne der Landkreise Osterode und Göttingen für den Breitbandausbau bis 2018 mit dafür gesorgt hätten, dass die Telekom selbst beim Ausbau bis Ende 2016 aufs Tempo drücke. Bevor die „weißen Flecken“ der Internetversorgung im Landkreis über ein Förderprogramm des Landes ab 2017 geschlossen werden sollen, will die Telekom ihre Planungs- und Ausbaukapazitäten wieder frei haben. Deshalb hat das sie einige Orte wie Bad Lauterberg in ein eigenes Ausbauprogramm aufgenommen. Das deuteten auch die Telekom-Mitarbeiter an.
SPD Bad Lauterberg
- Nils Gehrke ist der neue Vorsitzende der SPD Bad Lauterberg
- Verstärkerbus für die Grundschule Bad Lauterberg
- Die SPD Bad Lauterberg lädt am 3. September zum Dammwiesenfest
- Viele Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft
- Alexander Saade ist unser Kandidat für den Landtag
- Abgesagt: Jahreshauptversammlung der AG 60 plus „Region am Harz“