SPD Bad Lauterberg nominiert Dr. Thomas Gans einstimmig für die Bürgermeisterwahl im September

28. Mai 2021

Dr. Thomas Gans, der seit 2011 das Bürgermeisteramt in Bad Lauterberg innehat, hat sich bereiterklärt, erneut zu kandidieren.

Während der Aufstellungsversammlung der SPD am 26.05. 21 erinnerte Dr. Gans an die Umstände, unter denen er damals 2011 das Bürgermeisteramt übernommen hatte: Bad Lauterberg hatte Liquiditätskredite in Höhe von 15 Millionen Euro, nur um die laufenden Kosten zu decken - und das bei einem stetigen Ausverkauf städtischer Liegenschaften. Doch die Schuldenlast war nicht das einzige Problem: „Bad Lauterberg hatte damals den Titel der kinderunfreundlichsten Stadt Niedersachsens, es gab einen Rückgang im Tourismus und einen Einwohnerrückgang. Damals bin ich mit euch angetreten, um diesen Trend zu brechen“.

Das sei auch gelungen, denn es sei viel umgesetzt worden: Der Kurpark sei von einem reinen Anschauungsobjekt zum Naherholungsgebiet mit Minigolfanlage und Traumspielplatz entwickelt worden, es gebe nun eine inklusive Grundschule mit Ganztagsangebot und nagelneuer Turnhalle, die gymnasiale Oberstufe an der KGS wurde eingeführt, ganz neue Kita- und Krippenplätze eingerichtet, einschließlich der Vorzeigekita Spatzennest in Barbis. Das Stadtmarketing sei mit zusätzlichen Stellen ausgestattet worden und sorge für bessere touristische Vermarktung. Für die Freiwilligen Feuerwehren sei im Schnitt alle fünfzehn Monate ein neues Fahrzeug in Dienst gestellt worden; die Feuerwehren seien mittlerweile auf sehr gutem technischen Niveau und man habe mit dem Bau neuer Gerätehäuser begonnen. Erreicht habe man auch die Errichtung einer Breitbandversorgung, die inzwischen annehmbar sei, die Errichtung einer Stabsstelle für Wirtschaftsförderung, die Verwaltung habe bürgerfreundlichere Öffnungszeiten eingeführt. Man habe im Sinne der sozialen Stadt ein Familienzentrum eingerichtet, einen Seniorenbeauftragten geschaffen, Vereinsförderung und einen Ehrenamtspreis eingeführt und mittlerweile wieder eine halbe Stelle mit einer Jugendpflegerin besetzt.

Bei allen diesen Maßnahmen sei gleichzeitig auch der Schuldenabbau erfolgreich vorangetrieben worden: seit 2017 hat Bad Lauterberg sogar positive Zahlen geschrieben. Ein Baustein sei natürlich der Zukunftsvertrag in Höhe von zehn Millionen gewesen, aber man habe auch die anderen fünf Millionen aus eigener Kraft geschafft. Für die Investitionen habe man natürlich Schulden aufgenommen, „Aber dafür haben wir auch eine neue Schule, neue Kitas, neue Gerätehäuser etc. hier stehen – für diese Dinge lohnt es sich, auch mal Geld aufzunehmen, denn dafür stehen auch Werte da – und es ist Lebensqualität, in die man investiert“. Diese Anstrengungen haben sich ausgezahlt, so Gans: „Es hat etwas gebracht – erstmals seit vielen Jahren haben wir in Bad Lauterberg im Jahr 2020 keine Einwohner verloren, sondern hinzugewonnen. Wir haben den negativen Trend gebrochen“.

Seine Aufgabe sehe er aber damit noch nicht als vollendet an, vielmehr gelte es, diese positive Entwicklung auch in den nächsten Jahren fortzuschreiben, für die Stadt und alle Ortsteile. Der Standort Bad Lauterberg und seine Infrastruktur müsse weiterentwickelt werden, auch wenn es aufgrund der Corona-Pandemie sehr schwer werde. Künftig wolle er mehr Straßensanierungen ermöglichen und die Digitalisierung weiterführen, beispielsweise neue Technologien wie Glasfaser fördern. Auch sollen alle Spielplätze nach und nach auf den Prüfstand kommen und besser ausgestattet werden. Geplant sei auch ein neuer Jugendraum und künftig eine ganze Stelle für die Jugendpflege. Damit wirklich allen Eltern auch ein Platz angeboten werden kann, soll eine ganz neue Kita geschaffen werden, das gelte ausdrücklich auch für Krippenplätze.

Weil es immer mehr Anfragen von jungen Familien nach Bauplätzen gebe, wolle man auch bald weitere Baugebiete ausweisen. „Wer hätte das vor Jahren gedacht? Aber: diese Entwicklung darf unter gar keinen Umständen zurückgedreht werden“. Bad Lauterberg sei jetzt auch schon lange nicht mehr die kinderunfreundlichste Stadt, so Gans. „Aber das reicht mir nicht: ich möchte, dass Bad Lauterberg die kinderfreundlichste Stadt in Niedersachsen wird. Ich will, dass dieser erfolgreiche Weg weitergeht und darum habe ich mich entschlossen, wieder als Bürgermeister zu kandidieren“. Über die einstimmige Wahl der Genossen zeigte er sich gerührt: „Ich bin sehr dankbar – und ich spüre auch die große Verantwortung“.

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