Windpark Hattorf-Schwiegershausen

01. Juli 2011

Zusammen mit den SPD-Stadtratskandidaten Hans-Joachim Frank und Jan Kneusels besuchte Dr. Thomas Gans den Windpark zwischen Hattorf und Schwiegershausen. Empfangen wurden die Lauterberger vom Vorsitzenden der Windenergie Schwiegershausen GbRmbH Wilhelm Sonntag und dem Vorsitzenden der Windenergie Hattorf GbR Wolfgang Reehuis.

Sonntag und Reehuis erläuterten den Werdegang zur Gründung der beiden Betreibergesellschaften für die Windmühlen. Bereits 1992 scharrte Wilhelm Sonntag einige Interessierte aus Schwiegershausen um sich, um eine Windmühle auf dem Schwiegershausener Berg zu errichten. Die die Gesellschaft fast ausnahmslos aus Schwiegershausener und Hattorfer Bürgern besteht, war die Akzeptanz in den Gemeinden von Beginn an gegeben. Bereits drei Jahre später 1995 wurde in Hattorf die Windenergie Hattorf GbR nach gleichem Muster gegründet. Im Laufe der Jahre wurde der Windpark Schritt für Schritt erweitert, die beiden Gesellschaften betreiben mittlerweile sechs Windmühlen mit Leistungen von 80kWh bis zu 1000kWh.

Dr. Gans zeigte sich beeindruckt von der Situation, dass mittels Bürgergesellschaften ein Beitrag zur sauberen Energiegewinnung geleistet werden könne und dass sich eine Kommune mit der eigenen Stromproduktion unabhängiger von den großen Stromlieferanten machen könne. Aufgrund der Einspeisung ins Stromnetz lassen sich sogar auf lange Sicht einträgliche Gewinne erwirtschaften, da aufgrund des beschlossenen Atomkraftausstiegs mit steigenden Energiepreisen zu rechnen sein wird. Sonntag erläuterte dazu, dass allein mit dem Windpark in Hattorf die Gemeinde mit einer sechsstelligen Einnahme an Gewerbesteuern rechnen könne. Das Geschäft mit der Windkraft laufe sogar so gut, dass die Betreiber demnächst ihre Anlagen komplett gegen neue, leistungsstärkere austauschen wollen. Dieses sogenannte „Repowering“ wird sogar noch gefördert. Eine einzige moderne Windmühle erzeugt dann mehr Energie als alle heutigen Anlagen zusammen.

„Für Bad Lauterberg könnte dies ein gutes Vorbild sein, sich ebenfalls an der Erzeugung von erneuerbaren Energien zu beteiligen. Wenn die Bürger daran partizipieren können, wird die Akzeptanz auch in Bad Lauterberg vorhanden sein.“ so Gans. Enttäuscht zeigten sich Hans-Joachim Frank, Jan Kneusels und Dr. Gans jedoch, dass Wilhelm Sonntag seine Ideen schon vor Jahren der Stadtverwaltung in Bad Lauterberg vorgestellt und erläutert hatte und diese leider kein Gehör fanden. Hätte man in Bad Lauterberg damals schon die Zeichen der Zeit erkannt, so hätte die Stadt und seine Bürger mit verlässlichen Steuereinnahmen verzeichnen können. Dr. Gans versicherte zum Abschluss der Besichtigung der Windmühlen, dass er im Falle eines Wahlerfolgs versuchen wird, das erfolgreiche Geschäftsmodell der Hattorfer und Schwiegershausener auf Bad Lauterberg zu übertragen. Reehuis und Sonntag sicherten ihm dazu ihre Mithilfe zu.

Artikelübersicht anzeigen