Wirtschaftregion Göttingen präsentierte sich in Bad Lauterberg
08. Juni 2015
Das Büro der Wirtschaftförderung, also der Wirtschaftregion Göttingen (WRG), ist in Osterode noch gar nicht offiziell eröffnet, da gab es schon die erste Informationsveranstaltung in Bad Lauterberg. "Bad Lauterberg macht nicht nur als Stadt eine gute Figur, ich kenne auch Bürgermeister Thomas Gans schon länger", begründete der Geschäftsführer der WRG, Detlev Barth, warum die erste info-Veranstaltung in der vergangenen Woche gerade hier stattfand. Die WRG sei nicht eine Wirtschaftgesellschaft unter vielen, so der Bürgermeister in seiner Begrüßung, sondern "unsere Wirtschaftsförderung", denn die Kommunen der Landkreise Göttingen und Osterode sind Gesellschafter der WRG. "Wir nehmen die Fusion der Landkreise schon mal vorweg", sagte Thomas Gans.
Rund 40 Unternehmer waren an diesem Abend gekommen. "Wir müssen immer flexibel sein, begann Barth seine Begrüßung. Denn weil eine Referentin des Abends wegen einer Erkrankung kurzfristig absagen musste, sprang er ein, indem er die WRG vorstellte. Im Laufe des Abends stellte sich heraus, dass das auch notwendig war, weil den meisten Zuhörern die WRG nicht bekannt war.
2004 ist die WRG aus der Wirtschaftförderung des Landkreises Göttingen hervorgegangen. Als GmbH sei sie flexibler, erläuterte Barth. Inzwischen sind der Landkreis und seine Gemeinden Gesellschafter. Es gehe vor allem um Förderberatung, erklärte der Geschäftsführer weiter. Von der Existenzgründung bis zur Unternehmensnachfolge berate die WRG kostenlos mit zwei Teams: eins mit sechs Personen in Göttingen, eins mit drei Personen in Osterode. Auch sei die WRG Ausrichter des Innovationspreises. Und die WRG helfe über ein Standortinformationssystem, Gewerbefläche und -immobilien bundesweit zu vermarkten.
Es schlossen sich zwei Fachvorträge an. So stellte Wirtschaftberater Dr. Reinhold Sedekles Checklisten vor, mit denen Unternehmer selbst die Stärken und Schwächen in ihrem Unternehmen herausfinden können. Damit sei eine Basis gegeben, wie man ein Unternehmen besser aufstellen könne.
Die Rechtsanwälte Marko Feldmann und Denis Fischer wiesen darauf hin, wann Unternehmer Abgaben an die Künstlersozialkasse zahlen müssen und wie man die Abgabe umgehen kann. Sie erklärten allerdings nicht den Sinn des Gesetzes über die Künstlersozialkasse. Dadurch entstand der Eindruck, durch die Vermeidung der Abgabe an die Künstlersozialkasse, wenn man freiberufliche Künstler nicht beauftrage, sondern Gewerbebetriebe, die solche Künstler wie etwa Grafiker beschäftigten, könne man sparen. Dass diese Firmen ihre Preise höher kalkulieren müssen, wurde nicht deutlich.
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