Wunderling-Weilbier kam zum Antrittsbesuch
13. Februar 2014
Der Landesbeauftragte für Regionalentwicklung, Matthias Wunderling-Weilbier, hat sich heute mit Bürgermeister Dr. Thomas Gans in Bad Lauterberger Rathaus zu einem Gedankenaustausch getroffen. Es war der Antrittsbesuch von Wunderling-Weilbier, der seit Beginn des Jahres im Amt ist.
Das Land Niedersachen will die regionale Wirtschaftsförderung künftig nicht nach dem Gießkannenprinzip umsetzen, sondern besonders die schwachen Regionen stärken. Dabei sollen die Regionen, die von der demografischen Entwicklung besonders betroffen sind, stabilisiert werden. Wie das genau aussehen soll, will der Landesbeauftragte in Gesprächen vor Ort klären.
"Die Situation in Bad Lauterberg ist mir gut bekannt", sagte Wunderling-Weilbier in einem Pressegespräch. Er lobte, dass die Stadt mit ihren finanziellen Schwierigkeiten "sehr konstruktiv" umgehe und Lösungen anstrebe, um die Handlungsfähigkeit der Kommune wieder herzustellen. Voraussetzung sei dazu die Entschuldungshilfe des Landes. "Das ist der richtige Weg", so der Gast aus Braunschweig.
Gemeinsam mit den Handelnden vor Ort sollen dann bis zum Spätherbst Strategien entwickelt werden, wie die einzelnen Regionen zu fördern sind. Dabei werde sich die Förderung in Südniedersachsen sicher von der der Region Braunschweig-Wolfsburg unterscheiden. Er nehme aus Bad Lauterberg mit, dass es hier wichtig sei, Arbeitsplätze zu schaffen. Auch eigne sich Bad Lauterberg gut zum Wohnen für diejenigen, die in den Zentren arbeiteten. Denn die Menschen seien heute sehr mobil.
allerdings müsse dazu die Infrastruktur passen, erklärte er. Konkret bedeute das, dass die Daseinsvorsorge hier hervorragend sein müsse, um Menschen herzulocken. Dazu gehörten nicht nur Schulen an sich, sondern sie müssten sich durch Qualität auszeichnen. Auch fragten junge Eltern zunehmend, ob die Kinder ein gutes Essensangebot an den Schulen hätten. Als dritter Punkt spiele die Gesundheitsvorsorge vor Ort eine wichtige Rolle, also Fachärzte in der Nähe.
Matthias Wunderlich-Weilbier, der bisher Landrat in Helmstedt war, machte bei der regionalen Landesentwicklung der neuen Landesregierung einen neuen Politikstil aus, bei dem es darauf ankomme, die Ideen von unten nach oben zu bringen und regional zu bündeln. Er sehe seine Aufgabe darin, diese Ideen zu bündeln und daraus regionale Strategien zu entwickeln, die dann finanzielle gefördert würden.
Mit Bad Lauterbergs Bürgermeister gibt es offenbar zahlreiche politische Übereinstimmungen, denn beide hatten sich schon vor einigen Tagen in Hannover getroffen und sich ausgetauscht. So war es auch kein Wunder, dass der Landesbeauftragte "so frühzeitig" nach Bad Lauterberg kam. Wunderling-Weilbier bot Gans sogar an, in einer Arbeitsgruppe des Amtes für regionale Entwicklung mitzuarbeiten. Der Dialog wird also weitergehen.
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