Zwei neue Fahrzeuge zum 140. Geburtstag

31. Mai 2018

Die Bad Lauterberger Feuerwehr besteht seit 140 Jahren. Kein großes Jubiläum, aber doch ein Tag zum Feiern. Die Freiwillige Feuerwehr rief einen „Tag der Förderer“ aus. Dabei bekam die Feuerwehr in Bad Lauterberg gleich zwei neue Fahrzeuge: einen Einsatzleitwagen von der Stadt und ein Kommandofahrzeug vom Förderverein. Die Bürgerinnen und Bürger wussten es zu würdigen, wurde aus dem „kleinen Jubiläum“ doch schon fast ein großes Hoffest.

Bevor Bürgermeister Dr. Thomas Gans den hochmodernen Einsatzleitwagen (ELW) an Ortsbrandmeister Bernd Wiedemann übergab, hatte dieser einen Rückblick auf die 140 Jahre Bad Lauterberger Feuerwehr gegeben, in dem er die zahleichen Ortsbrandmeister aufzählte und auch die Ausrüstung, die immer wieder erneuert und modernisiert werden musste. Und Thomas Gans rief die Anfänge des Feuerwehrwesens in Deutschland in Erinnerung. Es begann Anfang des 19. Jahrhunderts unter Napoleon in Frankreich. Dieser „ordnete mit dem Pariser Dekret an, dass Truppen zur Brandbekämpfung aufgestellt werden. Ein Corps der Armee mit Hierarchie und Uniform. Die Idee schwappte über die Grenze nach Deutschland, jedoch ohne Armeezugehörigkeit“, berichtete der Bürgermeister. Die Einheit hieß damals „Pompiercorps“.

Nach einem Großbrand in Karlsruhe Mitte des 19. Jahrhunderts bewährte sich dort die „Feuerlandwehr“, so dass jetzt in vielen Städten Feuerwehren gegründet wurden. Vor 140 Jahren eben auch in Bad Lauterberg.

Endlich konnte dann der neue Einsatzleitwagen mit drei Funkarbeitsplätzen in den Besitz der Freiwilligen Feuerwehr Bad Lauterberg übergehen. Gleichzeitig bekam die Wehr einen Opel Mocca als Kommandowagen, den der Förderverein aus eigenen Mitteln für die Feuerwehr angeschafft hatte. Gerade der Förderverein ermöglicht der Wehr viele wichtige Ausrüstungsgegenstände und Fahrzeuge, die die Stadt nicht finanzieren könnte und auch nicht pflichtgemäß anschaffen müsste.

Trotzdem hat die Stadt in den vergangenen Jahren viel in die Feuerwehren der Stadt investiert. Thomas Gans: „Es kommt nicht alle Tage vor, dass ich die Freude habe, ein neues großes Einsatzfahrzeug in den Dienst zu stellen. Wenn ich zurückschaue, ist das schon mein 5. Einsatzfahrzeug. Umgerechnet bedeutet das, dass ich alle 15 Monate ein neues Einsatzfahrzeug unseren Wehren übergeben konnte.“

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